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Es wird der Tag bekommen, an dem wir alle begreifen müssen, dass unsere Aufmerksamkeitsblase nicht repräsentativ für die Gesellschaft ist.

Spannender Punkt, den ich bei vielen anderen Themen auch schon angesprochen habe. Jedoch scheint es für viele Leute aus ideologischen Gründen unmöglich, diese thematischen Blasen zu verlassen und somit ggf. andere zu informieren oder gar zu überzeugen.

Es ist ja auch schwierig.

Die Politiker haben von 90-95 Prozent der Gesetzesvorhaben keine Ahnung und stimmen nach dem, was die Fraktion vorgibt. Jeder hat sein Spezialwissen.

Sie - und auch wir - können nicht über alles Bescheid wissen.

Es werden nicht nur Gesetze rund um das Internet verabschiedet.

Klar, das ist systematisch. Es fällt uns eben nur dann auf, wenn wir selber im betreffenden Bereich über ausrechend Fachwissen verfügen.

@tpheine

Mir ist das schon häufig so gegangen, dass ich gedacht habe, diese Entscheidung ist mit meinem Wissen nicht nachvollziehbar. Das gilt für Leute in anderen Bereichen vermutlich genauso.

Ich sehe da aktuell klar die Schuld bei mir, dass ich es nicht geschafft habe mein Wissen verständlich an meine Umwelt zu transportieren.
@Hamiller

Eben, und nur ein gut informierter Wähler kann eine fundierte Entscheidung treffen. Eigentlich sollte das notwendige Wissen vor einer Entscheidung verfügbar sein, eigentlich ...

Mal wieder so ein Fall von Theorie vs. Realität.

@tpheine

Die Herausforderung ist in der Tat, das Fachwissen genügend verständlich erklärt an die Wähler weiterzugeben.
@dirk

du sprichst mir aus der Seele!
@tpheine

Das ist richtig und ich habe es bei unserem letzten Vortrag zum Thema Freedomvote gemerkt. An diesem Vortrag haben wir mit einer Politikerin gesprochen die sagte das die meisten Politiker gar keine Ahnung haben von Internetthemen. Es liegt an uns hier Awareness zu schaffen.

Ich setze hier etwas früher an und meine die Mehrheit der Bevölkerung. Das Politiker nicht alles wissen können ist klar, aber wenn auch schon deren Chefs - also die Wähler - es nicht interessiert oder sie es nicht wissen, dann wird es halt zwangsläufig nix.

und da <beliebiges Thema> nur maximal 30% der Menschen interessiert schlägt sich das am Ende auch nicht in Wahlergebnissen wieder...

Das meine ich mit "Aufmerksamkeitsblase".

Für Unwissenheit/Unsicherheit hat die Demokratie die ENTHALTUNG vorgesehen....

Sorry, Blödsinn.

Dann würden sich bei jedem Abstimmungspunkt, egal welches Fachgebiet, die Mehrzahl der Abgeordneten enthalten.
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@dirk Dann müssen wir halt die Lobbyisten direkt abstimmen lassen. @dapor2000

Die Idee der Piratenpartei Liquid Feedback einzusetzen, würde das Problem lösen. Das Konzept ist für die meisten Politiker aber ebenfalls nicht verständlich (und mit Machtverlust verbunden).

Um das ganze mal aus der Internetblase raus zutragen: Wie kann es sein, dass Männer über Abtreibung entscheiden? Oder Nicht-Mediziner über Gesundheitsthemen? Oder kinderlose Menschen über Kindertagesstätten, Schulen und dergleichen mehr?

Niemand kann alles wissen.

Wir schreien auf, weil es unsere Wahrnehmungs-Blase betrifft und merken gar nicht, dass das Verfahren so schon immer für alle Entscheidungen benutzt wird.

Apropos Entscheidungsblase und #NieWiederCDU - Ihr könnt ja die Rechtspopulisten wählen, die haben im Durchschnitt gegen die Reform gestimmt. (Ich wähle die CDU aus vielen anderen Gründen nicht9.

Das Leben und die Gesellschaft besteht nicht nur aus Internetthemen.

@dirk Der Unterschied zu "früher" ist halt auch, dass die Fragen und Problem viel komplexer und komplizierter geworden sind, mit vielen Verknüpfungen und unterschiedlichen Interessen. Natürlich kann man nicht alles wissen. Aber mir schient der Einfluss der Lobbyisten zunehmend zu gross zu werden. Im Bundeshaus in Bern hat es doppelt so viele Lobbyisten als Parlamentarier - ziemlich schräg, dünkt mich.

Gut, dann darf man sich auch nicht aufregen, das Leute ohne Ahnung nach Lobbyinteressen abstimmen.....

und das finde ich verkehrt..

Ich bin bei Dir, aber genau so funktioniert Politik.

Ein Minister ist in allererster Linie ein Manager, sonst könnte niemand vom Familien- ins Verteidigungsministerium (als Beispiel) wechseln.
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Politiker = Manager -> damit ergibt das alles Sinn

Ich hatte noch die veraltete Verknüpfung
Politiker = Bürgervertreter
im Kopf.

Achtung, ich habe von "Ministern" geschrieben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fraktionsdisziplin#Gr%C3%BCnde

"Kein Abgeordneter kann in allen Fachthemen ausreichende Sachkenntnis haben und muss sich daher an den Meinungen Anderer orientieren. So kann ein Fraktionsmitglied in Teilbereichen die Fraktionsmeinung maßgeblich prägen, während es sich in anderen Teilbereichen darauf verlassen kann, dass die Entscheidungen der Fraktion von darauf spezialisierten Experten anhand von fundierten Argumenten gefällt werden."
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Weisst Du wie viele Befürworter es gibt?

Vielleicht die Mehrzahl der Wähler der CDU?

Die Gegner waren sicher lauter als die Befürworter, aber waren sie auch in der Mehrzahl?
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